Zum Jahrestreffen der PSE waren diesmal viele Teilnehmer nach Kemnath in die Oberpfalz gereist.
Die gut besuchte Mitgliederversammlung beschäftigte sich ausgiebig mit der heutigen Situation in der Araberszene, dem Egyptian Event und anderen Veranstaltungen. Aus dem Bericht der Präsidentin ging hervor, dass die EEE-Locations der vergangenen Jahre in Italien und Frankreich nicht mehr zur Verfügung stehen, der ANC in Aachen nicht in Frage kommt und im Moment die Zusammenarbeit mit dem Royal World Championship in Mailand favorisiert wird. Neuerdings soll es dafür Qualifikationen geben, die sowohl das World Championship als auch den EEE aufwerten könnten.
Der Wunsch nach beschaulichen Veranstaltungen wie in früheren Jahren war unüberhörbar und wird zeitnah bedient durch das Festival auf der Kauber Platte am 23.August. Auch wenn die Anfahrt für einige Interessenten weit ist, veranstalten Toni Baumann und Reinhild Moritz mit Martin Buschfort genau das, wonach viele Mitglieder sich sehnen: ein familiäres Treffen mit schönen Pferden in freundlichem Ambiente.
Auf dem Gestüt von Michael Ponnath sahen die Besucher im Anschluss wunderschöne Pferde eines durchdachten Zuchtprogramms, das auf die Stammstute Moufisa Halima zurückgeht.
Zu allen vorgestellten Pferden gab der Hausherr Hintergrundinformationen und Erläuterungen. So gab es am Anfang eine Familienpräsentation des Saqlawiyah Jidraniah Strains. Die 20-jährige Fuchsstute Nashua Halima als Enkelin von Moufisa Halima beeindruckte ebenso wie ihre Tochter Nayla Halima mit einer Tochter von Madheen El Masr. Danach wurden Dahmah Shahwan Stuten mit Einflüssen auch aus anderen Gestüten gezeigt.
Bei der Nachzucht des in den USA gezüchteten und aus Mexiko importierten Hengstes Madheen El Masr ragte vor allem sein Sohn Asfour Halim heraus, der sich vielleicht zum möglichen Nachfolger seines schon 20-jährigen Vaters entwickeln wird.
Zur Beurteilung hatte Familie Gerbershagen zwei ganz unterschiedliche Stuten mitgebracht, die von Bettina von Kameke unter Einbeziehung der Zuschauer kommentiert wurde. Tochter und Enkelin von PSE Atlanta zeigten sehr gute Bewegungen auf zwei Entwicklungsstufen. Die 3-jährige Enkelin Salam Al Mujid machte einen sehr edlen Eindruck, wirkte aber noch nicht so abgerundet wie die 7-jährige PSE Atlanta-Tochter Aliya El Mujid, die sich absolut souverän präsentierte. Ihr ausgewogenes Gebäude, der feine Typ und ein hinreißendes Interieur brachten alle Herzen zum Schmelzen.
Umsorgt wurden die beiden Pferde u.a. von den zahlreichen mitgebrachten Enkeln Gerbershagen mit ihren grünen Gestütshemden.
Das rundete nicht nur das spätere Gruppenbild ab, sondern belebte auch das bunte Bild im Gestütshof unter den Bäumen, wo beim Kuchenessen und Grillen alle miteinander ins Gespräch kamen. Viele Mitglieder hatten sich lange nicht gesehen und freuten sich über die Begegnung. Mit Dank an die Gastgeber und einer fröhlichen Stimmung im Herzen fuhren am Abend alle nach Hause.
